Die Folgen des Kriegs in der Ukraine für die Sorghum-Anbauflächen 2022 in Europa

 

Der Krieg in der Ukraine hat in nur wenigen Wochen die Weltwirtschaft in zahlreichen Sektoren durcheinandergebracht. Wie kann dieser Krieg Einfluss auf die Anbauflächen für Getreide für 2022 haben, und insbesondere für Sorghum?

Es ist aktuell schwierig, den Ausgang des Krieges in der Ukraine sowie dessen Auswirkung auf die Entwicklung der Getreideanbauflächen vorherzusagen, den Trend der Getreideproduktion ist aufgrund der Stellung der Ukraine durchaus vorhersagbar.

Logistische Schwierigkeiten in ukrainischem Gebiet …

Der Consulting-Agentur UkrAgroConsult nach werden die Anbauflächen für Sommergetreide aufgrund der gestörten Aussaat im Frühjahr um 29 % zurückgehen (gegenüber 39 % entsprechend der Aussagen der ukrainischen Behörden). Dieser Rückgang ist vor allem auf die aufgrund der gestörten Logistik fehlenden Hilfsmittel zurückzuführen. Hinzu kommt der Mangel an Treibstoff, der nur für Militäroperationen zur Verfügung steht und schwer zu transportieren ist.

… jedoch ein stabiler Trend für Sorghum in Europa

„Allgemein betrachtet dürften die Anbauflächen für Sorghum sich nicht wirklich ändern. Der Trend bleibt für Europa stabil. Zu den Schwierigkeiten in der Ukraine kommen die sehr trockenen Wetterbedingungen hinzu: Sorghum bleibt weiterhin sehr attraktiv“, betont Pierre Guillaumin, zuständig für den Bereich „Wirtschaft und Internationales“ beim Verband FNPSMS[1].

 

 

Die Erträge könnten jedoch in der Ukraine leicht zurückgehen, erklärt Martin Gomez, Beauftragter für die internationale Werbung beim FNPSMS: „Angesichts der zurückgehenden ukrainischen Saatgut-Exporte könnte sich das Land auf die lokale Sorghumsaatgut-Produktion besinnen. Dies könnte zu einem Rückgang der Erträge auf den ukrainischen Feldern führen.

In einem sich wandelnden Umfeld muss man jedoch wachsam gegenüber Trends bleiben, die sich ständig und in rasantem Tempo weiterentwickeln.

 

[1] Nationaler Verband für die Produktion von Mais- und Sorghum-Saatgut

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