Sorghum und Mais – sie ergänzen sich so gut wie ein Geländewagen und ein Formel 1-Rennwagen
Für Landwirte muss die Entscheidung zwischen Sorghum und Mais unter dem Gesichtspunkt der Komplementarität getroffen werden. Wie ein robuster Geländewagen und ein ultraschneller Formel-1-Wagen erfüllen diese beiden Kulturen unterschiedliche Bedürfnisse, erweisen sich jedoch als unverzichtbar für eine nachhaltige Landwirtschaft und unsere Ernährungssouveränität.
Sorghum, das widerstandsfähiger gegenüber Wasserstress und auf kargen Böden ist, ist der ideale „Geländewagen“ für Gebiete mit geringen Niederschlägen oder heißem Klima. Es bietet wirtschaftliche Stabilität auch in schwierigen Zeiten, mit moderaten, aber langfristig zuverlässigen Erträgen. Im Gegensatz zu Mais ist es nicht auf eine perfekt optimierte Umgebung angewiesen.
Mais hingegen ist der „Rennwagen“, der unter idealen Bedingungen glänzt: fruchtbare Böden, reichlich Bewässerung und konstante Wärme. Es ermöglicht hohe Erträge, bleibt aber anfällig für klimatische Unwägbarkeiten. Seine Effizienz ist dort am größten, wo Sorghum nicht mithalten kann.
Warum ist es sinnvoll, Mais UND Sorghum anzubauen?
Sorghum überbrückt Zeiten mit Wassermangel, während Mais die günstigen Perioden optimal nutzt. Diese intelligente Diversifizierung verringert das Verlustrisiko, verbessert die Widerstandsfähigkeit der Betriebe und bietet eine Flexibilität, die den Gegebenheiten vor Ort gerecht wird.

Wie Thierry Lecat, Business Manager Westeuropa bei Advanta, auf dem europäischen Sorghum-Kongress betonte: „Sorghum ist kein Konkurrent von Mais, sondern ein strategischer Partner für eine widerstandsfähigere Landwirtschaft.“ Die Entscheidung hängt von den lokalen Gegebenheiten ab, doch ihre Komplementarität macht sie zu einer gewinnbringenden Kombination.












